Ein Patient meint, dass ihm nicht geholfen werden kann. Wie lässt sich damit umgehen?

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Eine Antwort auf die Frage eines Mitglieds des Nachfragewerks

Ein Patient sagt: „Mir kann eh’ nicht geholfen werden.“ Eine solche Aussage lässt auch den Therapeuten nicht unberührt. Sie signalisiert einen Widerstand des Patienten gegen Veränderung, aber auch Zweifel an den Fähigkeiten der Therapeutin.

Abhängig von Tonfall und Situation wird diese sich vom Patienten mehr oder weniger direkt in Frage gestellt fühlen: angegriffen, weggestoßen oder abgelehnt, und nutzlos in ihrer Rolle als Therapeutin.

Sie droht zur ohnmächtigen Zuschauerin eines unaufhaltsam fortschreitenden Prozesses zu werden, denn der Patient sitzt ja weiterhin vor ihr, kommt zu den Therapiestunden und konfrontiert sie mit sich selbst und seiner (und jetzt: ihrer gemeinsamen) Ohnmacht.

Vielleicht reagiert sie mit einem Widerspruch, durch den sie dem Patienten verdeutlichen möchte, dass er sich irrt. Damit wird sie jedoch in – wenn auch wohlmeinende – Konfrontation zum Patienten gehen. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Vielleicht möchte sie sich jedoch auch einfach nur aus dieser unangenehmen Position befreien, in die sie dieser Patient bringt? Sie droht ja, mit diesem Patienten zur versagenden Therapeutin zu werden.

So nimmt sie, ohne bereits zu wissen, wie sich diese Konstellation verstehen lässt, eine Haltung ein, die vermutlich von unterschwelligen, negativen Affekten begleitet ist, mit denen sie wiederum etwas im Patienten auslöst.

Was Patient*innen bewegt, die uns zu versagenden Therapeut*innen machen, und wie wir ihnen (und uns) helfen können

Was das bedeutet, will ich einen Moment später näher erläutern, und dazu die Fragestellung mit einem Fallbeispiel erläutern:

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