Ein Patient meint, dass ihm nicht geholfen werden kann. Wie lässt sich damit umgehen?

  1. Home
  2. Schwierige Phasen
  3. Ein Patient meint, dass ihm nicht geholfen werden kann. Wie lässt sich damit umgehen?

Eine Antwort auf die Frage eines Mitglieds des Nachfragewerks

Ein Patient sagt: „Mir kann eh’ nicht geholfen werden.“ Eine solche Aussage lässt auch den Therapeuten nicht unberührt. Sie signalisiert einen Widerstand des Patienten gegen Veränderung, aber auch Zweifel an den Fähigkeiten der Therapeutin.

Abhängig von Tonfall und Situation wird diese sich vom Patienten mehr oder weniger direkt in Frage gestellt fühlen: angegriffen, weggestoßen oder abgelehnt, und nutzlos in ihrer Rolle als Therapeutin.

Sie droht zur ohnmächtigen Zuschauerin eines unaufhaltsam fortschreitenden Prozesses zu werden, denn der Patient sitzt ja weiterhin vor ihr, kommt zu den Therapiestunden und konfrontiert sie mit sich selbst und seiner (und jetzt: ihrer gemeinsamen) Ohnmacht.

Vielleicht reagiert sie mit einem Widerspruch, durch den sie dem Patienten verdeutlichen möchte, dass er sich irrt. Damit wird sie jedoch in – wenn auch wohlmeinende – Konfrontation zum Patienten gehen. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Vielleicht möchte sie sich jedoch auch einfach nur aus dieser unangenehmen Position befreien, in die sie dieser Patient bringt? Sie droht ja, mit diesem Patienten zur versagenden Therapeutin zu werden.

So nimmt sie, ohne bereits zu wissen, wie sich diese Konstellation verstehen lässt, eine Haltung ein, die vermutlich von unterschwelligen, negativen Affekten begleitet ist, mit denen sie wiederum etwas im Patienten auslöst.

Wie Patient*innen es schaffen, uns zu versagenden Therapeut*innen zu machen, und was wir dagegen tun können

Was das bedeutet, will ich einen Moment später näher erläutern, und dazu die Fragestellung mit einem Fallbeispiel erläutern:

Der folgende Inhalt ist nur für registrierte Leser*innen zugänglich.

Über diese Zugangsbeschränkung gebe ich besonders interessierten Seitenbesucher*innen die Möglichkeit, weiterführende Inhalte zu lesen.

Zugleich will ich einen gewissen Schutz für sensible Daten schaffen, wenn ich etwa in einzelnen Beiträgen anhand von Beispielfällen Sachverhalte veranschauliche, die nur für „Fachpublikum“ zugänglich sein sollen, oder Fragen von registrierten Nutzer*innen beantworte.

Registrieren Sie sich hier 

So erhalten Sie neben einem personalisierten Zugang zugleich aktuelle Informationen über neue Beiträge durch meinen Email-Verteiler.

War dieser Beitrag hilfreich?

Ähnliche Artikel

Rückmeldungen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.