Internet-Werbung für meine psychotherapeutische Praxis?

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Viele Patienten, die einen Psychotherapeuten suchen, nutzen hierfür das Internet. Sie geben dazu Stichworte in eine Suchmaschine ein, die für sie in Zusammenhang mit ihrem Anliegen plausibel sind. Die Auswahl der danach angezeigten Internet-Seiten folgt komplizierten Such-Algorithmen. Mit diesen Such-Regeln versuchen die Suchmaschinen-Betreiber, das Suchergebnis für ihre Nutzer so befriedigend wie möglich zu gestalten. Je erfolgreicher die Nutzer mit der Suche sind, desto höher ist letztlich auch der wirtschaftliche Erfolg der Suchmaschinen-Betreiber.

Was könnten Gründe für Werbung sein?

Wenn Sie als Psychotherapeut über einen Kassensitz verfügen, werden Sie sich vermutlich kaum Sorgen machen um die Belegung Ihrer Behandlungsplätze.

  • Was aber, wenn Sie nach einiger Zeit bemerken, dass immer häufiger Patienten anrufen, denen Sie mit Ihrem Behandlungsangebot nicht optimal helfen können?
  • Wie können Sie dafür sorgen, dass Patienten, mit denen Sie arbeiten möchten, auf Ihre Praxis aufmerksam werden, zum Beispiel, wenn Sie auf der Suche nach Patienten für Ihre neue Therapiegruppe sind?
  • Was können Sie tun, wenn Sie neben Psychotherapien auch andere Leistungen anbieten möchten, etwa Coaching oder Supervision, und noch über kein ausreichend großes Netzwerk verfügen, das Ihnen Ihre Klienten oder Supervisanden per Mund-zu-Mund-Propaganda zuführt?

Wenn Sie überlegen, für Ihr Praxis-Angebot zu werben, werden Sie sich vermutlich die eine oder andere der folgenden Fragen bereits gestellt haben:

  • Worauf muss ich achten, wenn ich mich beraten lassen möchte?
  • Wo erreiche ich meine potentiellen Patienten am ehesten?
  • Wieviel Geld muss ich dafür aufwenden, um erfolgreich für meine Praxis werben zu können?
  • Geht es auch ohne „klassische“ Werbung, mit Anzeigen oder marktschreierischen Texten?

Gute Werbung trifft den richtigen Ton

Wenn Sie nach guten Möglichkeiten suchen, für Ihr Angebot zu werben, werden Sie über vielfältige Angebote stolpern, die Ihnen fast jede erdenkliche Arbeit abzunehmen versprechen. Das ist nur eine Frage des Preises. Wie aber finden Sie eine preiswerte UND zugleich qualifizierte Möglichkeit, um Ihre „Zielgruppe“ zu erreichen?

Zu allererst das Wichtigste: Werbung muss den richtigen Ton treffen – sonst vermitteln Sie von sich ein Bild, mit dem Sie im günstigsten Fall einfach nicht die Menschen ansprechen, mit denen Sie arbeiten möchten. Schwieriger ist es da schon, wenn Sie ein schlechtes, unangemessenes Bild von sich vermitteln, das Ihnen schadet, statt Ihnen zu nutzen. Ein zusätzliches Problem dabei ist, dass Ihnen das in den allermeisten Fällen vermutlich noch nicht einmal jemand sagen wird…

Wo werbe ich am besten?

Sie haben die Qual der Wahl. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Nicht alle werden für Sie geeignet erscheinen, aber mit einer gezielten Auswahl können Sie kostengünstig auf Ihr Praxis-Angebot aufmerksam machen, und zugleich qualitativ hochwertige Informationen anbieten und Interessenten dazu motivieren, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

1. Die Praxis-Webseite

Die meisten Praxen machen sich beim Thema Internet zuerst Gedanken über eine eigene Webseite. Das ist nach meiner Erfahrung auch der wichtigste Schritt, wenn es um Werbung geht. Ihre Webseite, oder auch Homepage, wie Viele sagen, ist im Idealfall das digitale Abbild Ihrer Praxis. Wenn Ihre Internetseite anders aussieht, als Sie es möchten, werden die Besucher Ihrer Seite trotzdem daraus schließen, wie es bei Ihnen aussieht und zugeht.

Hier finden Sie meine eigene Praxis-Internet-Seite:

Psychoanalyse und Psychotherapie Wuppertal

Alles, was Sie dort veröffentlichen, die Art der Gestaltung, ein Bild von Ihnen, die Internet-Adresse, über die Ihre Seite erreicht wird – alles wird ein Bild von Ihnen vermitteln, wenn jemand Ihre Seite besucht. Vieles davon lässt sich im ersten Anlauf nicht in Worte fassen, wie Sie es wahrscheinlich erwarten, wenn Sie jemand das erste Mal sehen. Bewusst oder unbewusst – es gibt immer eigene Muster, mit denen wir auf audio-visuelle Reize, aber auch auf intellektuelle Ansprüche reagieren. Vor unserem geistigen Auge entsteht der Praxisinhaber, der hinter der Seite steht, die wir aufsuchen.

Je größer die Konkurrenz um die Zielgruppe  ist, die Sie mit Ihren Informationen erreichen möchten, desto schwieriger wird es jedoch für Sie sein, mit einem Hinweis auf Ihre Webseite auf den ersten Anzeigeplätzen der Suchmaschinen zu landen. Wenn Sie zum Beispiel für das Stichwort „Psychotherapie Köln“ gefunden werden möchten, müssen Sie versuchen, durch geschicktes Vorgehen auf die erste Seite des Seitenindex zu gelangen. Das ist nicht unmöglich, aber Sie müssen sich damit schon ziemlich gut auskennen, und vermutlich die Hilfe eines Profis in Anspruch nehmen.

Ich habe über viele Jahre eigene Erfahrung gesammelt. Seit einiger Zeit gelangen konstant ca. 500 Besucher pro Monat auf meine Webseite. Etwa die Hälfte der Anfragen nach Behandlungsplätzen erhalte ich über das Kontaktformular auf meiner Internetseite. Meine Supervisionsarbeit beschreibe ich auf der Internet-Seite „http://psychoanalytische-supervision.de“ Bereits ein halbes Jahr, nachdem diese Seite online ging, waren alle Supervisionsplätze, die ich anbiete, ausgebucht.

Was es bei dieser Suchmaschinen-Positionierung alles zu bedenken gibt, würde den Umfang dieses Beitrag sprengen. Bei Interesse kann ich Ihnen jedoch gerne etwas Näheres dazu berichten, oder ein Webinar dazu veranstalten.

2. Suchmaschinen-Werbung

Als Nächstes denken Sie vielleicht an Werbeeinträge in der Suchmaschine, die an prominenter Stelle vor, neben oder zwischen den Suchergebnissen erscheinen.

Der Vorteil dieser Einträge ist, dass es kaum einen Internet-Nutzer gibt, der nicht irgendwann einmal eine solche Suchmaschine verwendet.

Der Nachteil ist, dass Sie kaum über Informationen verfügen, wer gerade Ihre Anzeige oder Ihren Webseiten-Hinweis angezeigt bekommt. Suchmaschinen hinterlassen zwar sogenannte Cookies auf Ihrem Computer, immer mehr Internet-Nutzer gehen jedoch dazu über, diese Cookies in regelmäßigen Abständen zu löschen, um nicht mehr von sich preiszugeben, als unbedingt nötig.

3. Soziale Netzwerke

Wer selbst Nutzer eines sozialen Netzwerks wie Facebook oder Twitter ist, wird wissen, dass es auch dort die Möglichkeit gibt, Werbeanzeigen zu schalten. Der große Nutzen dieser Werbung liegt darin, dass viele Menschen einen erheblichen Teil ihrer Zeit in solchen Netzwerken verbringen. Die Werbung wird jedoch dort mit sehr zwiespältigen Gefühlen betrachtet. Wenn Sie jedoch Ihre Einträge dort geschickt gestalten, werden Sie sicherlich den einen oder anderen zusätzlichen Besuch auf Ihrer Praxis-Webseite erhalten.

Ein weiterer Nutzen der sozialen Netzwerke liegt darin, dass sie sehr zielgenau und damit zugleich sehr kostengünstig werben. Wie das geht? Sie definieren für Ihren Beitrag, den Sie mit Hilfe eines Werbebudgets „sponsern“, eine Zielgruppe. Nur diejenigen, die den von Ihnen festgelegten Auswahlkriterien entsprechen, erhalten Ihren Beitrag angezeigt. Da Facebook nur für registrierte Nutzer zugänglich ist, hinterlassen Sie als Nutzer im Laufe der Zeit ein Interessenprofil, das in Verbindung mit Ihren demografischen Daten eine genauere Einschätzung ermöglicht, was Sie auch zukünftig interessieren könnte. Da Sie nur für eine von Ihnen festgelegte „Aktion“ der Interessenten zahlen können, belaufen sich Ihre Kosten im Idealfall wirklich auch nur auf die Besuche derjenigen, die wirklich wissen wollen, was Sie anzubieten haben.

Eine sehr „elegante“ Möglichkeit für Sie, wenn Sie Beratungsleistungen wie Coaching oder Supervision anbieten, möglicherweise sogar auch, wenn Sie Patienten mit bestimmten Störungsbildern erreichen möchten, ist die Teilnahme an Gruppen in diesen Netzwerken, in denen Sie anderen Mitglieder zunächst unentgeltlich deren Fragen beantworten und sich darüber als Experte positionieren können. Ich habe zum Beispiel einige Zeit als Experte bei „wer-weiss-was.de“ Fragen von Mitgliedern beantwortet, die sich um deren Beschwerden und die Suche nach möglichen Erklärungen dafür drehten. Über mein Experten-Profil war meine Internet-Seite aufrufbar. Viele Besuche meiner Webseite verdanke ich dieser Aktivität.

Wie kann ich näher eingrenzen, wen ich mit meinen Werbemaßnahmen erreichen möchte und kann?

Wenn Sie meinen bisherigen Gedanken gefolgt sind, werden Sie bemerkt haben, dass das Internet viele, und vor allem gezielte Möglichkeiten bietet, um für Ihre Praxis zu werben. Wie gelangt Ihre Werbung aber nun auch an die Menschen, die Sie damit erreichen möchten?

Mein Rat: versuchen Sie sich zunächst ein Bild von Ihrem „idealen Patienten“ bzw. „idealen Klienten“ zu machen. Lassen Sie Ihrer Phantasie dabei freien Lauf. Das mag Ihnen vermutlich zunächst einmal befremdlich erscheinen. Es handelt sich dabei jedoch um eine bewährte Standardmethode von Marketing-Profis. Es wird Ihnen spätestens dann hilfreich sein, wenn Sie die potentiellen Interessenten Ihrer Beiträge bei Facebook näher eingrenzen möchten, oder wenn Sie beginnen, die Texte zu schreiben, mit denen Sie sich und Ihre Praxis beschreiben möchten. Mangels Gegenüber fällt es den meisten Menschen schwer, den gleichen Ton zu treffen, mit dem Sie im persönlichen Gespräch ansonsten vermutlich sehr viel leichter beschreiben, was Sie tun.

Mit etwas Übung werden Sie vor Ihrem geistigen Auge einen Menschen sehen, mit dem Sie ins Gespräch kommen können, als wenn er (oder sie) Ihnen gegenüber säße.

Nichts spricht übrigens dagegen, in Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis einen „Adressaten“ für Ihr Praxis-Angebot zu suchen, und ihn als Vorbild für Ihren sogenannten „Avatar“ zu verwenden, den idealen Patienten oder Klienten also, mit dem Sie sich gut vorstellen könnten, zu arbeiten.

Diesen Avatar können Sie möglicherweise auch ganz real fragen, ob er Ihnen für ein Gespräch zur Verfügung stünde, oder ihn bitten, sich Ihre Texte durchzulesen, wenn Sie sie nach einem ersten Entwurf aus der Hand gelegt haben. Die weitere Ausformulierung wird Ihnen vermutlich anschließend mit seinen Rückmeldungen viel leichter fallen.

Was aber, wenn ich mir diese Arbeit nicht machen möchte?

Je weniger Sie mit den erforderlichen Arbeiten zu tun haben möchten, die für die Definition Ihrer Zielgruppe, die Wahl der Werbemaßnahmen und die Gestaltung der Werbemittel notwendig sind, je teurer wird es für Sie. Gute Texter sind zum Beispiel rar. Diese wissen das auch, lassen sich Ihre Arbeit gut bezahlen, und verdienen an einem guten Text von der Länge einer DIN A4-Seite schon mal 500 Euro. Auch die kommen jedoch nicht ohne einige konkretere Angaben von Ihnen aus.

Es wäre also durchaus abzuwägen, wo Sie für sich eine Möglichkeit sehen, etwas in Eigenleistung – und sei es in Zusammenarbeit mit einem Profi – zu erstellen, und wo Sie mit Fug und Recht besser fahren, wenn Sie dafür eine Fachkraft bezahlen.

Drei Entscheidungen werden Sie jedoch auf keinen Fall delegieren können:

  1. ob
  2. wie
  3. wo

Sie für Ihre Praxis werben möchten.

Wenn Sie Interesse an einer Vertiefung dieses Themas haben, und Fragen aufgekommen sind, die Sie gerne kurzfristig beantwortet bekommen möchten, können Sie sich als Mitglied der Seite onlinesupervisor.de gerne an mich wenden.

Ich werde versuchen, Ihnen so rasch wie möglich zu helfen, und ggf. jemand vermitteln, wenn die Beantwortung Ihrer Frage meine Möglichkeiten übersteigt.

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